Kostenspirale muss endlich ein Ende haben!
ESU richtet Appell an europäische Schaustellerkollegen
| Die auf Europas Volksfestplätzen geforderten Gebühren stehen in keinerlei Verhältnis mehr zu den erzielten Einnahmen der Schausteller. Seit Jahren schon geht die Schere der Kosten und Belastungen im Gegensatz zu den Gewinnen kontinuierlich auseinander. |
| Die Europäische Schausteller-Union verweist in ihren Gesprächen mit den politisch Verantwortlichen immer wieder auf diese für das Gewerbe und die Volksfeste ruinöse Entwicklung und fordert ein Ende der Gebührenspirale. Präsident Albert Ritter mahnt: „Die Existenz des Schaustellergewerbes und damit die Zukunft der europäischen Volksfestkultur stehen auf dem Spiel.“ Dabei seien auch die Schausteller aufgefordert, dem „Kosten-Irrsinn“ ein Ende zu bereiten. Albert Ritter: „Es freut mich, dass auch in den Beneluxstaaten die Kollegen endlich zu der Erkenntnis gelangt sind, dass die ständig steigenden Gebühren und Standgelder nicht mehr hingenommen werden dürfen.“ Ein enger Schulteschluss der Schausteller gegen zu hohe Gebührenforderungen sei notwendig. Albert Ritter: „Die Europäische Schausteller-Union richtet daher den dringenden Appell an alle europäischen Schausteller: Bei den Gesprächen mit den verantwortlichen Volksfestveranstaltern, Politikern aber auch Schaustellerkollegen muss klargestellt werden, dass weitere Standgelderhöhungen den Untergang des Schaustellergewerbes in Europa bedeuten.“ Der Volksfestbesucher erwarte, so Ritter, ein attraktives Angebot auf den Plätzen; Spaß und Vergnügen zu bezahlbaren Preisen. Eine attraktive und vielseitige Angebotspalette sei jedoch nur durch entsprechende Investitionen der Schausteller in ihre Betriebe möglich. Und auch die Preise auf den Volksfesten könnten nur durch eine verminderte Kostenbelastung stabil gehalten werden. |
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| "Dieser Schausteller bot immer die höchste Pacht.“ Karikatur aus den Niederlanden. Quelle: BOVAK |
| Überzogene Sicherheitsvorkehrungen unbezahlbar |
| Die deutschen Schausteller sehen sich nach der Loveparade-Tragödie von Duisburg mit neuen, überhöhten und unverhältnismäßigen Sicherheitsanforderungen konfrontiert, die weit über die bereits üblichen und bewährten Anforderungen für Volksfeste hinaus gehen. Präsident Ritter: „Dies führt zu einer zusätzlichen Kostenbelastung.“ Die Vorfälle in Duisburg dürften nicht zum Anlass genommen werden, völlig überzogenen Sicherheitsvorkehrungen zu stellen, durch die den Schaustellern erhebliche Mehrkosten entstünden. Auch in den europäischen Nachbarländern rege sich bereits Unmut über diese Politik. Albert Ritter: „Eine Retortenveranstaltung, wie die Duisburger Loverparade, auf einem ehemaligen Eisenbahngelände mit chaotischen Sicherheitsbedingungen, ist mit den Traditionsveranstaltungen, die seit Jahrhunderten auf erprobten Kirmesflächen stattfinden, nicht zu vergleichen. Auch hier ist die Solidarität der Schausteller notwendig, den Forderungen entgegenzuwirken.“ |

