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ESU im Dialog mit dem Europaparlament

Die Europäische Schausteller-Union ist seit über 60 Jahren die Stimme der Schausteller in Europa. Für eine effektive Vertretung der Interessen tausender Betriebe und ihrer Mitarbeiter sowie die Zukunftssicherung der europäischen Volksfeste ist ein ständiger Dialog mit den relevanten Akteuren in der Europäischen Union unerlässlich. Denn die EU bestimmt heute bereits zum größten Teil den Rechtsrahmen der Mitgliedstaaten. Durch Gesetze, Verordnungen und Richtlinien gestalten die europäischen Volksvertreter die Zukunft des Staatenbundes.

Präsident Albert Ritter spricht beim „Dîner Débat“ 2016 im französischen
Senatsplast zu den Gästen. Rechts: Gérard Larcher, Präsident des
französischen Senats. 2.v.r. Xavier Saguet vom französischen
Schaustellerverband UDAF.

Zu einem Gespräch über aktuelle europäische Branchenthemen treffen sich das ESU-Präsidium sowie Vertreter der französischen und belgischen Mitgliedsverbände am 18. Mai im Straßburger Europaparlament. Bei dem Informations- und Meinungsaustausch mit EU-Abgeordneten geht es vor allem darum, die Kontakte zum Parlament und der EU-Kommission zu verstärken und so die ESU als europäische Berufsorganisation weiter zu etablieren. Ziel ist die Einrichtung einer Fachgruppe Schausteller.

Weitere Themen sind die Forderung der ESU nach einer Anerkennung der europäischen Volksfeste als immaterielles Kulturgut, eine grenzüberschreitende Mautbefreiung für Schaustellerfahrzeuge sowie die Harmonisierung von Verkehrsvorschriften.

Gesprächspartner im Straßburger Europaparlament sind u.a. die Abgeordneten Hilde Vautmans aus Belgien (Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa), Nadine Morano aus Frankreich (Fraktion der Europäischen Volkspartei) und Jens Geier aus Deutschland (Fraktion der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten).

Organisiert wird das Treffen vom französischen Schaustellerverband UDAF (Union de défense active des forains). In Frankreich setzen sich die Kollegen mit erfolgreichen Veranstaltungen und Aktionen seit Jahren intensiv für die Anerkennung der Volksfeste als immaterielles Kulturgut ein. So fand am 6. April 2016 auf Einladung des französischen Schaustellerverbandes im französischen Senatsplast ein internationaler Austausch über die Bedeutung des Kulturguts Volksfest mit über 150 Politikern, Kulturschaffenden und Schaustellern aus Frankreich, Schottland, Belgien, Deutschland und den Niederlanden statt. ESU-Präsident Albert Ritter hatte in seiner Rede an die 1200 Jahre alte europäische Volksfesttradition und ihre kulturelle und historische Bedeutung erinnert. Es sei nun allerhöchste Zeit, so der Präsiden, dass die Politik in den europäischen Staaten dies nun auch anerkennt und die UNESCO, als offizielle Organisation der Vereinten Nationen, dementsprechend überzeugt.

Über die Ergebnisse des Gespräches im Europaparlament werden wir in der nächsten Komet-Ausgabe ausführlich berichten. Fotos ESU

Stichwort: Europäisches Parlament

Das Europäische Parlament (inoffiziell auch Europaparlament oder EU-Parlament; kurz EP) mit offiziellem Sitz in Straßburg ist das Parlament der Europäischen Union. Seit 1979 wird es alle fünf Jahre in allgemeinen, unmittelbaren, freien und geheimen Europawahlen von den Bürgern der EU gewählt. Damit ist das Europäische Parlament nicht nur das einzige direkt gewählte Organ der Europäischen Union, sondern die einzige direkt gewählte überstaatliche Institution weltweit.

Zu den wichtigsten Aufgaben des Europäischen Parlaments zählen die Gesetzgebung, demokratische Kontrollrechte und das Haushaltsrecht. Durch den Vertrag von Lissabon hat das Europäische Parlament seit 2009 außerdem die Aufgabe, einen Präsidenten der Europäischen Kommission für fünf Jahre zu wählen.

Seit der letzten Europawahl umfasst das Parlament regulär 750 Sitze zuzüglich des Präsidenten, also 751 Abgeordnete und damit die 1,7-fache Anzahl vom Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten. Das Parlament hat derzeit acht Fraktionen sowie 19 fraktionslose Abgeordnete. In ihren Heimatländern sind diese Abgeordneten Mitglieder in rund 160 verschiedenen nationalen Parteien, die sich auf europäischer Ebene großenteils zu Europaparteien zusammengeschlossen haben. Präsident des Europäischen Parlaments ist seit dem 17. Januar 2017 Antonio Tajani von der Europäischen Volkspartei. Arbeitsorte des Europäischen Parlaments sind neben Straßburg auch Brüssel und Luxemburg. 

Quelle: Wikipedia