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Europas Schausteller dürfen in Sicherheitsfragen
nicht allein gelassen werden

ESU-Delegation zu Gesprächen im Europaparlament

Das Thema Sicherheit auf den europäischen Volksfesten stand im Mittelpunkt von Gesprächen, die die Europäische Schausteller-Union am 18. Mai in Straßburg mit Vertretern des Europaparlaments führte. Die französische EU-Abgeordnete und frühere Ministerin für berufliche Bildung und Lehre Nadine Morano sowie ihr deutscher Parlamentskollege Jens Geier sagten in einem konstruktiven Meinungsaustausch ihre Unterstützung bei der Bewältigung aktueller Probleme zu. Das Treffen fand auf Initiative der Schaustellerkollegen Xavier Saguet und Eric Cicéron vom französischen Schaustellerverband UDAF statt.
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Gesprächspartner im Europaparlament: vordere Reihe v.l. Präsident Albert Ritter, EU-Abgeordnete Nadine Morano,
Xavier Saguet (Französischer Schaustellerverband UDAF); mittlere Reihe ESJU-Präsident Kevin Kratzsch,
Generalsekretär Steve Severeyns, DSB-Vizepräsident Ralf Leonhard, Erster ESU-Fahnenoffizier Janny de Vries,
Eric Cicéron (UDAF); hintere Reihe Vizepräsident Charles Senn, Vizepräsident Franck Delforge.


Vor dem Hintergrund der Terroranschläge von Paris, Nizza und Berlin erklärte Präsident Albert Ritter gegenüber den Politikern, wie wichtig es sei, dass die Sicherheitsdiskussionen europaweit geführt werden. Die Produktion und Garantieleistung von Sicherheit auf Europas Volksfesten – und die damit verbundenen gestiegenen Kosten – sei eine hoheitliche Aufgabe und die Schausteller dürften hier nicht allein gelassen werden. 
Diskutierten aktuelle europäische Schaustellerthemen: v.l. Vizepräsident Franck Delforge, DSB-Vizepräsident
Ralf Leonhard, ESJU-Präsident Kevin Kratzsch, Präsident Albert Ritter, EU-Abgeordneter Jens Geier, Eric Cicéron
(Französischer Schaustellerverband UDAF), Generalsekretär Steve Severeyns, Xavier Saguet (UDAF), Erster
ESU-Fahnenoffizier Janny de Vries, Vizepräsident Charles Senn.

Beim Thema Schaustellerbildung verwiesen die ESU-Vertreter auf die Bedeutung der Förderung von europaweiten Schulprojekten für Kinder und Jugendliche und die damit verbundene notwendige grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Schaustellerverbänden und Bildungseinrichtungen.

Weitere wichtige Themen beim Treffen mit den EU-Parlamentariern waren der Erhalt der Kirmesplätze in den Innenstädten, Bürokratieabbau, Steuerrecht, Harmonisierung von Verkehrsvorschriften, Strompreise, Gebührenrahmen und die Forderung der ESU nach einer Anerkennung der europäischen Volksfeste als immaterielles Kulturgut.

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Die ESU-Delegation verfolgt im Plenarsaal eine Sitzung des Europaparlaments.

Nadine Morano und Jens Geier sagten zu, sich für die Belange der ESU im Europäischen Parlament einzusetzen. Es wurde angeregt, langfristig eine sogenannte „Intergroup“ – eine fraktionsübergreifende Arbeitsgruppe – einzurichten, die sich speziell mit Schaustellerthemen beschäftigt. Weiterhin soll der ESU die Gelegenheit zur Teilnahme in speziellen EU-Ausschüssen gegeben werden, um so die Parlamentarier gezielt über aktuelle Themen informieren zu können.
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Das Parlament der Europäischen Union in Straßburg.

Neben Präsident Albert Ritter nahmen die ESU-Vizepräsidenten Charles Senn und Franck Delforge, Generalsekretär Steve Severeyns, Erster Fahnenoffizier Janny de Vries, DSB-Vizepräsident Ralf Leonhard, ESJU-Präsident Kevin Kratzsch sowie die französischen Verbandsvertreter Xavier Saguet und Eric Cicéron an den Gesprächen im Europaparlament teil.
Im Anschluss bot sich bei einem gemeinsamen Abendessen ausreichend Gelegenheit zu einem Austausch im europäischen Kollegenkreis. Bereits am Vortag hatte das ESU-Präsidium Gespräche mit den französischen Schaustellerkollegen auf der Maimesse in Metz geführt.

esu Im Anschluss an die Gespräche im Europaparlament trafen sich die ESU-Vertreter zu einem Bummel durch die Innenstadt von Straßburg. Straßburg ist berühmt für seinen Weihnachtsmarkt, der zu den ältesten Märkten Europas zählt.