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ESU berät aktuelle Schaustellerthemen im Europaparlament

Das Europaparlament ist für die Europäische Schausteller-Union (ESU) eine zentrale Anlaufstelle bei der Vertretung von Schaustellerinteressen. Die regelmäßig stattfindenden Treffen dienen zu einem dazu, die Parlamentarier über aktuelle Entwicklungen und Probleme im Schaustellergewerbe zu informieren und andererseits Kontakte zu knüpfen und sich als Berufsspitzenorganisation für die Volksfeste in Europa zu präsentieren. Am 10. Februar 2011 führte das ESU-Präsidium in Brüssel Gespräche mit den Europaabgeordneten Jens Geier (SPD) aus Deutschland und Toine Manders (Volkspartij voor Vrijheid en Democratie - VVD) aus den Niederlanden.

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Europaparlament in Brüssel.

Von Seiten der ESU nahmen Präsident Albert Ritter (Deutschland), die Vizepräsidenten Frank Delforge (Belgien) und Nicole Vermolen (Niederlande) sowie Generalsekretär Jany de Vries und sein Stellvertreter Steve Severeyns (beide Belgien) an der Sitzung im Europaparlament teil. Zu Beginn gaben die ESU-Vertreter einen Überblick zum Stand der Bildungs- und Ausbildungssituation von Schaustellerkindern und -jugendlichen in Europa. Präsident Ritter betonte, dass jeder Mensch das Recht auf eine anständige Ausbildung haben müsse. Dies schließe vor allem die Kinder beruflich Reisender ein. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die europäischen Bildungsinitiativen für die kommende Schaustellergeneration, wie sie bereits erfolgreich in den Niederlanden, Belgien und Deutschland umgesetzt worden seien.

Seit 2009 vertritt Jens Geier als Europaabgeordneter der SPD das westliche Ruhrgebiet und den nördlichen Niederrhein in Brüssel. Toine Manders ist seit 1999 Mitglied der Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa im Europaparlament.

Ein weiterer Diskussionspunkt galt der Forderung der ESU nach einer europaweiten Harmonisierung der Verkehrsvorschriften und der freien Fahrt für Schaustellerfahrzeuge in Umweltzonen. Jens Geier und Toine Manders kündigten an, sich hier für einheitliche Richtlinien einzusetzen.

Ein Hauptanliegen der Europäischen Schausteller-Union ist die kulturelle Anerkennung der Volksfeste. Hierzu wurden in der Vergangenheit bereits intensive Gespräche mit den zuständigen UNESCO-Kommissionen der EU-Mitgliedsstaaten geführt. Gegenüber den Parlamentarien bekräftigte das ESU-Präsidium die Aufnahme der traditionellen europäischen Volksfeste in die Liste der immateriellen Kulturgüter der UNESCO und bat das EU-Parlament um Unterstützung. Man wolle keine Subventionen jedoch ein Schutzsystem für die traditionellen Feste.

Beide Seiten zeigten sich abschließend mit den Gesprächsergebnissen sehr zufrieden. Präsident Ritter dankte den EU-Vertretern für den positiven Austausch. Das nächste ESU-Gespräch in Brüssel ist mit dem belgischen Europaabgeordneten Dirk Sterckx, Mitglied der Fraktion der Allianz der Liberalen und Demokraten für Europa, geplant.